Smart
Campus
Initiative

Wir entwickeln smarte und innovative Dienstleistungen und Geschäftsmodelle auf dem Bildungscampus in Heilbronn.

Der Bildungscampus in Heilbronn vernetzt verschiedene Bildungs- und Forschungseinrichtungen an einem Ort. Um das Lernen und Arbeiten auf dem Campus ideal zu fördern und einen hohen Komfort zu bieten, sollen auch die Möglichkeiten der Digitalisierung herangezogen werden. Zu diesem Zweck hat das Fraunhofer IAO gemeinsam mit der Hochschule Heilbronn und unterstützt durch die Dieter Schwarz Stiftung im Jahr 2018 die Smart Campus Initiative ins Leben gerufen.

Diese nutzt den Bildungscampus als Reallabor für die datengestützte Entwicklung und Erprobung smarter und innovativer Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Im geschützten Rahmen eines semi-öffentlichen Raums wird unter Einsatz von ko-kreativen Formaten und Methoden gemeinschaftlich an Lösungen gearbeitet, die sowohl für die Campus-Akteure, als auch Wirtschaft und öffentliche Verwaltungen relevant sind.

KO-KREATIVE
DIENSTLEISTUNGS-ENTWICKLUNG

Die Smart Campus Initiative versteht sich als eine Institutionen übergreifende Projektplattform, über die Studierende, Mitarbeitende, Campus-Management, (Versorgungs-)Unternehmen sowie Stadt- und Regionalverwaltungen gemeinsam an datengestützten Dienstleistungen zur Verbesserung des Campus- und Stadtlebens arbeiten. Mit Hilfe von ko-kreativen Formaten und Methoden unterstützen wir die Akteure darin, die Potenziale von Daten zu nutzen, um neue Services zu entwickeln, bestehende zu verbessern und erste Prototypen zu bauen. Ko-kreativ bedeutet, dass die Akteure im Entstehungsprozess der Dienstleistung stark miteingebunden werden und kollaborativ zusammenarbeiten.

PILOTIERUNG AUF DEM CAMPUS

Die entwickelten Lösungen werden anschließend auf dem Campus erprobt und ihr Mehrwert wissenschaftlich analysiert. Im ersten Schritt stehen Services im Fokus, die den Campuskomfort erhöhen. So arbeiten wir derzeit an der Implementierung einer AR-Anwendung zur besseren Navigation auf dem Campusgelände und an einem Modell zur Prognostizierung von Wartezeiten in der Mensa.

ÜBERTRAGUNG AUF STADT UND REGION

Im zweiten Schritt werden Versorgungsdienste in den Blick genommen, die z.B. für eine Stadtgesellschaft relevant sind. Diese Lösungen werden unter wissenschaftlicher Begleitung auf dem Campus erprobt und nach erfolgreicher Pilotierung auf den Stadtraum übertragen. Beispielsweise könnte das Modell zur Prognostizierung von Wartezeiten in der Mensa nach der Testphase auf dem Campus künftig in Bürgerbüros zum Einsatz kommen, um den Publikumsverkehr gezielter zu steuern.

INFRASTRUKTUR

Über verbaute Sensoren auf dem Campusgelände werden eigene (nicht-personenbezogene) Daten erhoben und in ein Open Data Portal eingespeist. Diese werden mit externen Daten angereichert und allen Akteuren zur freien Verfügung gestellt. Ein physisches Labor bietet die optimalen Bedingungen, um in Semesterprojekten und Workshops an neuen Prototypen, datenbasierten Dienstleistungen und Geschäftsmodellen zu arbeiten. Da ein großer Teil des Labors aus mobilen Elementen besteht, kann es auch außerhalb des Bildungscampus aufgebaut und von Akteuren der Region genutzt werden.